Was wir glauben

Auf dieser Seite haben wir für Sie unsere Standpunkte zu wichtigen Aspekten des christlichen Glaubens zusammengetragen.
Wir tun dies in dem Bewußtsein unserer begrenzten Erkenntnis über Gott, den wir nie vollends mit unserem Verstand begreifen können.

Gleichwohl gibt so etwas wie Grundüberzeugungen, zu denen in unserer und auch in vielen anderen Gemeinden große Übereinstimmung existiert.
Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen treten meistens bei Randthemen auf. Gottes Willen zu Fragen unserer Zeit und konkreten ituationen erschließt sich uns fast immer, wenn wir sein Wort, die Bibel, zum Maßstab nehmen.

Wie alle Menschen sind auch wir Christen nicht irrtumsfrei. Allerdings stehen nicht wir im Zentrum, sondern nur Gott selbst.
Vielleicht empfinden manche Menschen deshalb unsere Standpunkte als dogmatisch. Aber Dogmen, im strengen Sinne, gibt es nicht bei uns.

Schöpfung

Jesus

Evangelium

Heiliger Geist

Bibel

Sünde

Gericht

Taufe

Abendmahl

Schöpfung

Wir sehen die Welt nicht als Produkt eines Zufalls oder der Materie aus sich heraus, sondern als Ergebnis einer grandiosen Schöpfung Gottes.
Die moderne Forschung hat zwar z.B. mit Evolutions- und Urknalltheorie einige Fragen beantwortet, doch Vieles bleibt offen.
Die Wissenschaft ist nicht in der Lage, die Entstehung der Welt, des Lebens oder gar unseres Gewissens zu erklären.

Betrachten wir die Welt, so begegnen wir immer wieder drei Elementen: Kraft, Ordnung und Phantasie.
Diese sind durch vielfältige Gesetzmäßigkeiten und eine Informationsfülle miteinander verwoben, die bislang nicht fassbar ist. Wer mag da nicht einen großen Schöpfergeist erahnen, der hinter allem steht?!

Der Mensch ist ein besonderes Geschöpf Gottes. Dieser hat uns „nach seinem Bild“ mit einem freien Willen, Intelligenz und Kreativität ausgestattet. Er übergibt uns Aufgaben und Verantwortung und schuf uns auf eine Beziehung zu ihm hin. In dieser Beziehung liegen Sinn und Ziel des menschlichen Lebens.

Jesus

Jesus Christus ist der menschgewordene Sohn Gottes, der bereits im Alten Testament als Retter der Menschheit prophezeit wurde. Er war zugleich völlig Gott und völlig Mensch. Für die Sünde der Menschen hat er sich ans Kreuz schlagen lassen, um uns mit Gott zu versöhnen und uns seine Kinder werden zu lassen und damit ewiges Leben zu bringen.

Unser Glaube gilt dem lebendigen HERRN, denn Jesus ist nicht im Tod geblieben.
Gottes Erlösungswerk gipfelte in seiner Auferweckung, die nach biblischem Bericht von mehr als 500 Augenzeugen glaubwürdig bestätigt wurde und ihn sichtbar unter den Menschen wirken ließ.
Seine Auferstehung hat auch uns den Weg zum ewigen Leben freigemacht. Darauf vertrauen wir und folgen ihm nach.
Er ist es, der uns bewegt!

Evangelium

Im Kern des verlorengegangenen Paradieses stand die ungetrübte Gemeinschaft von Gott und Mensch. Aber der Mensch entschied sich, seine eigenen Wege zu gehen, was seine Verbannung zur Folge hatte.
Aus eigener Kraft und bei bestem Willen können wir nicht wieder in diese Gemeinschaft eintreten. Mitunter sehen viele Menschen gar keine Veranlassung dazu, obwohl die Folgen dramatisch sind: Gott ist Licht, Gott ist Liebe und Gott ist Leben. Trennung von ihm bedeutet Dunkelheit, Lieblosigkeit bis hin zum Hass und Tod. Unsere Welt ist voll davon.
Weil Gott jede Einzelne und jeden Einzelnen von uns liebt, hat er uns allein aus Gnade durch seinen Sohn Jesus Christus einen Ausweg aus dieser hoffnungslosen Situation geschaffen und wir müssen nicht mehr tun, als sein Angebot annehmen.
Das ist der Kern des Evangeliums: LASS DICH MIT GOTT VERSÖHNEN, der Dich so sehr liebt, dass er sich hingab, um Dich zu retten!

Heiliger Geist

Wirkt stellvertretend für Jesus Christus auf der Erde als die von Gott ausgehende Kraft.
Wenn er zum Zuge kommt, öffnet er uns die Augen dafür, wie verloren wir ohne die Beziehung zu Jesus wären und deckt auf, wo wir schuldig an Gott und unseren Mitmenschen (geworden) sind.
Haben wir ihn in unser Leben eingelassen, wohnt der Heilige Geist in uns, von Gott dazu bestimmt, uns zu trösten, zu leiten und zu helfen.
Er befähigt und erneuert uns in seinem Sinne. Deshalb spricht die Bibel davon, dass wir eine neue Kreatur sind, wenn Christus in uns lebt.

Bibel

Vom Heiligen Geist inspirierte Menschen haben die Bibel aufgeschrieben.
Als Wort Gottes hat sie für uns höchste Autorität in allen Glaubens- und Lebensfragen.

Die Bibel ist zuverlässig, auch in Berichten von übernatürlichen Wundern und Prophetien. Ihre Kernbotschaft kann ohne Spezialwissen verstanden und erfahren werden, wobei die Berücksichtigung von Sprache und Literatur, sowie der historisch-kulturellen Hintergründe ihre Auslegung vertieft und bereichert.

Wir können die Bibel distanziert wie ein Notar bei einer Testamentsvollstreckung lesen, wir können Sie aber auch erwartungsvoll wie die Erben lesen, für die sie bestimmt ist.

Sünde

Der Begriff entstammt dem altdeutschen Wort „Sund“, der eine Insel vom Festland trennt, wie z.B. der Fehmarnsund.
Sünde bedeutet nach unserem Verständnis daher Trennung bzw. Abkehr von- oder sogar Auflehnung gegen Gott, die zur Verfehlung der von Gott für uns gesteckten Lebensziele führt.

In ihrem Kern und Wesen richtet sich Sünde also immer gegen Gott, wenngleich die aus ihr hervorgehenden Verhaltensweisen und Irrtümer (= pl. Sünden) anderen Menschen, der Umwelt oder auch uns selbst Schaden zufügen.

Durch Sünde ging die Lebensbeziehung zum Schöpfer verloren, in deren Folge wir Menschen dem Tod preisgegeben sind. Der katastrophalen Auswirkung dieses Verlustes auf das persönliche und gesellschaftliche Leben sind wir täglich ausgesetzt.

Gericht

Ein arabisches Sprichwort lautet: „Wenn Gott nicht verzeihen würde, bliebe sein Paradies leer“

Sünde ist eine Wirklichkeit heute – Gottes Gericht eine kommende. Als Schreckensvision für alle Peiniger, in dem sie vor Gott Rechenschaft ablegen müssen; für ihre Opfer ein Ort der Hoffnung und der Gerechtigkeit, denn endlich wird der Stimme aller Unterdrückten und Misshandelten Gehör verschafft.

Jeder von uns wird sich für seine Taten verantworten müssen und vor die Frage gestellt werden: „Was hast du mit deinem Leben gemacht, das ich dir gegeben habe?“
Gott sei Dank haben wir in Jesus Christus einen Anwalt, der für uns eintritt und durch den wir trotz Schuld und Versagen in diesem Gericht bestehen können.

Taufe

In unserer Gemeinde orientieren wir uns an der im Neuen Testament bezeugten Reihenfolge Hören – Glauben – Taufe. Aus diesem Grund taufen wir keine Säuglinge, sondern mündige Menschen, die sich für den Weg mit Christus entscheiden.
Säuglinge segnen wir – oft gemeinsam mit ihrer Familie – in einem Gottesdienst.

Wie bei einer Eheschließung ist die Taufe in unserer Gemeinde immer auch mit einem öffentlich abgelegten Glaubensbekenntnis verbunden. Beides gehört zusammen und ist das sichtbare Zeichen dafür, dass ein Mensch von seinem bisherigen Weg umkehrt und sich Gott zuwendet.

Die eigentliche Taufhandlung symbolisiert mit dem Hinein in das Wasser und dem Auftauchen in Anlehnung an den Tod, die Grablegung und die Auferstehung Christi, das Ablegen des alten und die Geburt des neuen Menschen.

Insofern ist die Taufe Bekräftigung und äußeres Zeichen der Vergebung durch den Glauben an Jesus und der Aufnahme des Getauften in die Gemeinde Christi.

Abendmahl

Seit ihren Anfängen feiert die Christenheit das Abendmahl (=Gedächtnismahl). Es bezieht sich auf das letzte Beisammensein Jesu mit seinen Jüngern vor seiner Verhaftung.

Gottes unsichtbare, aber reale Präsenz ist der Anker im Abendmahl. Sie zeigt sich sinnhaft in den Elementen Brot und Wein, welche die leibliche Gegenwart im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar machen, in die sich Gottes Sohn hineinbegeben hat.

Beim Abendmahl denken wir an unsere Befreiung durch das Kreuz, an dem Jesus die Sünden der ganzen Welt auf sich nahm und an seine Auferstehung, die für uns die Hoffnung über den Tod hinaus bedeutet.
Ohne dieses zentrale Ereignis gäbe es keine christliche Gemeinde.

Wir feiern wir an jedem Sonntag das Abendmahl und erleben eine doppelte Gemeinschaft – die mit Gott und die untereinander. Deshalb dient das Abendmahl nach unserem Verständnis nicht nur der Erbauung des Einzelnen, sondern es gehört in die Mitte der Gemeinde.